Oberhausen liegt auf 78 m ü. NHN, doch die wahre Herausforderung für jedes Bauvorhaben verbirgt sich im Untergrund: Altbergbau, verfüllte Tagesbrüche und heterogene Mergel- sowie Sandsteinschichten prägen den Boden. Die geoelektrische Widerstandsmessung (VES) ist hier kein optionaler Zusatz, sondern eine Notwendigkeit. Wir kartieren Durchfeuchtungszonen und Hohlräume, die mit klassischen Rammkernsondierungen oft unentdeckt bleiben. Gerade in Stadtteilen nahe der Emscher, wo der Grundwasserflurabstand saisonal stark schwankt, liefert die elektrische Widerstands-Tomografie präzise Tiefenprofile. Ein CPT-Versuch kann die mechanischen Kennwerte punktuell ergänzen, während die seismische Refraktion eine zweite geophysikalische Ebene zur Validierung der Schichtgrenzen bietet.
Geoelektrik ersetzt keine Bohrung, aber sie verbindet die Punkte zwischen den Bohrungen und macht den unsichtbaren Untergrund von Oberhausen messbar.
Häufige Fragen
Was kostet eine geoelektrische Widerstandsmessung in Oberhausen?
Eine VES- oder ERT-Messung in Oberhausen liegt je nach Profillänge und Tiefenreichweite zwischen €500 und €1080. Der Preis umfasst die Feldarbeit, die Datenauswertung und ein geologisches Modell im Bericht. Bei langen Trassen oder mehreren Sondierungspunkten erstellen wir ein Pauschalangebot nach Aufwand.
Ersetzt die Geoelektrik eine Baugrundbohrung?
Nein, sie ersetzt sie nicht, sondern ergänzt sie. Die Vertikale Elektrische Sondierung liefert flächendeckende Informationen zwischen den Bohrungen. Nur die Bohrung gibt direkten Aufschluss über Bodenart und Lagerungsdichte. Die Kombination aus beidem ist nach EC 7 der effizienteste Weg, um ein vollständiges Baugrundmodell für Oberhausen zu erhalten.
Kann man mit der VES alte Bergwerksstollen orten?
Ja, das ist eine ihrer Stärken. Luftgefüllte oder wasserleitende Hohlräume zeigen einen starken Kontrast im spezifischen Widerstand zum umgebenden Karbongestein. In Oberhausen, wo der Steinkohlenbergbau tiefe Spuren hinterlassen hat, setzen wir die Methode gezielt zur Hohlraumdetektion und zur Festlegung von Sicherheitsabständen ein.
Wie tief können Sie mit der Methode messen?
Mit der 4-Punkt-Anordnung erreichen wir je nach Auslage und Untergrund Tiefen bis zu 100 m, für Standard-Baugrunderkundungen meist 15 bis 50 m. Die Eindringtiefe hängt vom Elektrodenabstand ab. Bei größeren Tiefen koppeln wir die VES mit anderen geophysikalischen Verfahren, um die Auflösung zu sichern.