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Felddichtebestimmung mit Sandkegel in Oberhausen – direkt am Bau

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Ein Klassiker auf Oberhausener Baustellen: die Verdichtungsprüfung wird ans Ende des Tages gelegt, der Sandkegelversuch hektisch durchgezogen, und zwei Tage später fehlt die Freigabe für die nächste Lage. Das kostet Stillstand. In den quartären Sanden und Kiesen der Emscher-Niederung entscheidet der Verdichtungsgrad über Setzungsfreiheit. Wir führen die Felddichtebestimmung mit kalibriertem Gerät und DAkkS-rückführbarer Waage direkt am Einbauort durch – egal ob unter der Abgasfahne der Autobahn 42 oder im beengten Baufeld eines Gewerbeparks in Sterkrade. Der Prüfbericht liegt abends digital vor. Für tiefere Tragschichten kombinieren wir den Versuch mit der Rammsondierung, wenn die Lagerungsdichte zusätzlich abgesichert werden muss.

Ein Verdichtungsgrad von 97 % auf der ersten Lage macht jede Nachverdichtung überflüssig – der Sandkegel zeigt sofort, ob das Walzschema passt.

Unser Ansatz

Das Herz des Verfahrens ist ein kalibrierter Sandtopf mit Auslaufkonus, der auf eine Grundplatte mit kreisrunder Öffnung gesetzt wird. Der Prüfsand – trockener, rundkörniger Normensand mit definierter Schüttdichte – fließt in die vorbereitete Prüfgrube und füllt den Hohlraum vollständig aus. In Oberhausen arbeiten wir mit einem 150-mm-Konus für Grobkies und einem 100-mm-Konus für feinere Auffüllungen. Die Waage misst auf 1 g genau, die Schüttdichte wird täglich vor Ort mit einem Standzylinder kontrolliert. Jeder zehnte Versuch läuft als Doppelbestimmung zur Präzisionskontrolle. Die Methode erfasst Tiefen bis 25 cm und liefert den Verdichtungsgrad DPr direkt bezogen auf die Proctordichte aus der Korngrößenanalyse, die wir im selben Labor parallel auswerten. Die Prüfzeit beträgt 20 Minuten pro Punkt – inklusive Auswertung nach ZTV E-StB.
Felddichtebestimmung mit Sandkegel in Oberhausen – direkt am Bau
Technisches Referenzbild — Oberhausen

Standortspezifische Faktoren

Oberhausens Untergrund ist ein Produkt der Industrialisierung: Aufschüttungen aus Bergematerial, Schlacke und umgelagerten Emscher-Kiesen wechseln sich ab. Die Emscher selbst wurde über Jahrzehnte begradigt und eingedeicht, ihre Aue mit Gewerbeflächen überbaut. Wer hier ohne Dichtekontrolle verfüllt, riskiert ungleichmäßige Setzungen, die später Tragwerksrisse oder Belagsverformungen auslösen. Besonders kritisch sind alte Bahndämme und verfüllte Zechenstandorte – dort liegen oft Hohlräume unter scheinbar tragfähigen Deckschichten. Eine systematische Felddichtebestimmung deckt Schwachstellen sofort auf: Liegt der Verdichtungsgrad unter 95 % DPr, wird nachgearbeitet. Liegt er darüber, kann die nächste Lage folgen. Das spart Zeit und schützt vor Gewährleistungsfällen.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
NormDIN 18125-2, ZTV E-StB 17
Prüftiefebis 250 mm unter OK Planum
Konusdurchmesser100 mm / 150 mm je nach Größtkorn
Messgenauigkeit±1 g (Waage), ±0,5 % DPr
Prüfzeit pro Punktca. 20 min inkl. Auswertung
BezugEinfache oder modifizierte Proctordichte
AnwendungsbereichSand, Kies, Schotter, RC-Baustoffe, Auffüllungen

Weitere Fachleistungen

01

Sandkegelversuch vor Ort

Felddichtebestimmung an Planien, Gräben und Hinterfüllungen mit sofortiger Auswertung nach ZTV E-StB.

02

Proctorversuch im Labor

Ermittlung der einfachen oder modifizierten Proctordichte als Referenz für den Verdichtungsgrad.

03

Korngrößenverteilung

Sieblinie und Klassifizierung des Einbaumaterials nach DIN EN ISO 17892-4.

04

Dichtekontrollen auf Großbaustellen

Flächendeckendes Prüfraster mit GPS-Verortung und digitaler Dokumentation für den AG-Nachweis.

Normativer Rahmen

DIN 18125-2: Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Dichtebestimmung mit Sandersatzverfahren, ZTV E-StB 17: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 13286-2: Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Laborverfahren zur Bestimmung der Proctordichte

Häufige Fragen

Wie viele Prüfpunkte sind pro Tag realistisch?

Mit einem Zweierteam schaffen wir 20 bis 25 Sandkegelversuche am Tag bei normaler Baustellenlogistik. In Oberhausen sind die Wege kurz, viele Gewerbeflächen liegen dicht beieinander – das erhöht die Tagesleistung gegenüber ländlichen Baustellen.

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit Sandkegel?

Pro Prüfpunkt liegen die Kosten zwischen €110 und €140, abhängig von der Anzahl der Punkte und der Entfernung innerhalb Oberhausens. Bei Rastermessungen ab 15 Punkten gilt ein günstigerer Staffelpreis. Die Auswertung ist immer enthalten.

Ab wann gilt eine Verdichtung als ausreichend?

Das hängt vom Bauvertrag ab. Für Straßenoberbau nach ZTV E-StB sind mindestens 100 % der einfachen Proctordichte gefordert, bei Frostschutzschichten 103 %. Im Erdbau reichen oft 95 bis 97 %, wenn Setzungen unkritisch sind.

Kann der Sandkegel auch bei Regen eingesetzt werden?

Nur bedingt. Der Prüfsand muss rieselfähig bleiben – bei starkem Regen oder stehendem Wasser in der Prüfgrube verschieben wir den Versuch. Leichter Nieselregen stört nicht, solange der Sand nicht verklumpt. Wir prüfen dann mit abgedecktem Gerät.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Oberhausen und Umgebung.

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