Geotechnik in Oberhausen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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In Oberhausen begegnen wir regelmäßig einem Boden, der mehr Fragen aufwirft als anderswo. Die Stadt liegt nicht nur im Lockergestein der Emscher-Niederung, sondern auch im Einflussbereich jahrzehntelanger Bergsenkungen. Wer hier baut, braucht eine bodenmechanische Untersuchung, die diese Vorgeschichte ernst nimmt. Unsere geotechnische Erkundung beginnt dort, wo die Baugrundkarte aufhört: mit der direkten Probenahme vor Ort. Eine Schürfgrube im hinteren Grundstücksbereich zeigt oft auf den ersten Meter, warum der Nachbar Risse im Keller hat. Der Untergrund in Oberhausen ist ein Patchwork aus Auelehm, Flugsand und aufgefüllten Industriebrachen – mit einer bodenmechanischen Untersuchung machen wir dieses Puzzle lesbar, bevor die Bodenplatte gegossen wird.

Der Baugrund in Oberhausen erzählt die Geschichte von Bergbau und Flussverlagerung – unsere Untersuchung übersetzt sie in belastbare Kennwerte.
Geotechnik in Oberhausen
Technisches Referenzbild — Oberhausen

Unser Ansatz

Oberhausen zählt rund 212.000 Einwohner und erstreckt sich über ein Gebiet, in dem die Emscher über Jahrzehnte hinweg begradigt und der Boden flächig verändert wurde. Eine bodenmechanische Untersuchung muss hier die Setzungsempfindlichkeit der quartären Sedimente präzise abbilden. Wir setzen dabei auf die direkte Erkundung mittels CPT-Versuch in Tiefen bis 25 Meter, kombiniert mit Laborversuchen zur Klassifikation der Bodenschichten. Die Korngrößenanalyse liefert die Kennwerte, die für die Wahl des Gründungstyps entscheidend sind. Gerade im Stadtteil Sterkrade, wo der Übergang vom Niederterrassenschotter zum Feinsand abrupt erfolgt, ist diese Datenbasis unverzichtbar. Die bodenmechanische Untersuchung wird so zum Werkzeug, das Planungsrisiken sichtbar macht, bevor sie zu Bauverzögerungen werden.

Standortspezifische Faktoren

Nach DIN 4020 ist der Bauherr verpflichtet, die Baugrundverhältnisse klären zu lassen. In Oberhausen wiegt diese Pflicht besonders schwer. Die flächigen, unkontrollierten Auffüllungen aus der Industriezeit enthalten nicht selten Schlacken, Bauschutt oder organische Beimengungen, die unter Last ungleichmäßig nachgeben. Eine bodenmechanische Untersuchung ohne Berücksichtigung der Bergbauhistorie kann hier teure Folgen haben. Wir prüfen gezielt auf Resthohlräume und bewerten die Gefahr von Tagesbrüchen im Kontaktbereich zum Deckgebirge. Gerade bei tiefen Aushüben in der Nähe der alten Schachtanlagen, etwa entlang der ehemaligen Zeche Sterkrade, muss das geotechnische Gutachten die Standsicherheit der Baugrubenwände für jeden Aushubschritt nachweisen. Ein späteres Nachbessern der Gründung ist in diesem Baugrund teurer als eine gründliche Erkundung von Anfang an.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Erkundungstiefe Standard6 m bis 25 m nach Erfordernis
Normative GrundlageDIN EN 1997-2 / DIN 4020
Typische Lagerungsdichte Sand (ID)0,25 – 0,65 (wechselhaft)
Konsistenz Auelehm (Ic)0,5 – 0,9 (steif bis halbfest)
Grundwasserflurabstand (typisch)1,5 m – 4,0 m u. GOK
BergsenkungszoneSetzungsdifferenzen bis 15 cm möglich

Weitere Fachleistungen

01

Baugrunderkundung

Kleinbohrungen und Sondierungen nach DIN EN ISO 22475-1 zur Ermittlung der Schichtenfolge, speziell angepasst an die heterogenen Auffüllungen und Sedimente des Emschertals.

02

Laborversuche

Bestimmung von Kornverteilung, Konsistenzgrenzen und Scherfestigkeit im akkreditierten Labor. Wir führen auch Ödometerversuche zur Abschätzung der Setzungen unter Bauwerkslast durch.

03

Gründungsberatung

Bewertung von Flachgründungen, Plattenfundamenten oder Tiefgründungen je nach anstehendem Baugrund. Besondere Berücksichtigung der Setzungsdifferenzen aus Bergbaueinfluss.

04

Baugrubenbemessung

Standsicherheitsnachweise für Böschungen und Baugrubenwände, insbesondere bei wasserführenden Sanden und geringem Grundwasserflurabstand im Stadtgebiet Oberhausen.

Normativer Rahmen

DIN EN 1997-2:2010-10 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, DIN 4020:2010-12 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 17892 – Laborversuche an Bodenproben

Häufige Fragen

Wann ist eine bodenmechanische Untersuchung in Oberhausen erforderlich?

Bei jedem Bauvorhaben, das in den Baugrund eingreift – vom Einfamilienhaus bis zum Gewerbebau. In Oberhausen ist sie wegen der Bergsenkungszonen und der heterogenen Industrieauffüllungen besonders kritisch. Die DIN 4020 verlangt die Klärung der Baugrundverhältnisse vor Planungsbeginn.

Welche Normen wenden Sie bei der bodenmechanischen Untersuchung an?

Unsere Gutachten folgen der DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) in Verbindung mit der DIN 4020. Die Laborversuche werden nach der DIN EN ISO 17892-Serie durchgeführt. Zusätzlich ziehen wir die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) und die Richtlinien der Bezirksregierung Arnsberg für Bergbaugebiete heran.

Mit welchen Kosten muss ich für eine bodenmechanische Untersuchung rechnen?

Für ein typisches Einfamilienhausgrundstück in Oberhausen bewegt sich der Aufwand je nach Erkundungstiefe und Laborumfang zwischen €2.600 und €4.300. Der genaue Preis hängt von der Zugänglichkeit des Geländes, der Anzahl der Aufschlüsse und den erforderlichen Laborversuchen ab.

Können Sie auch die Gründung auf ehemaligen Bergbauflächen beurteilen?

Ja, das ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Ruhrgebiet. Wir recherchieren die bergbauliche Vorbelastung über die Grubenbilder der Bezirksregierung, führen ergänzende Sondierungen durch und bewerten die Tagesbruchgefahr sowie zu erwartende Setzungsdifferenzen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Oberhausen und Umgebung.

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